Vereinsnachricht

Führungsriege des Schützenvereins im Amt bestätigt


In seinem Rechenschaftsbericht ging OSM Anton Jäger kurz auf die zahlreichen Vereinsveranstaltungen und durchgeführten Arbeitsdienste ein, verwies aber im Übrigen auf die Berichte in den Vereinsnachrichten. Aus aktuellem Anlass informierte  er die Vereinsmitglieder über die geplante erneute Verschärfung des Waffenrechts. So sollen zur Bekämpfung des Terrorismus sogar historische Vorderlader- und Dekowaffen anmelde- und registrierungspflichtig werden. Die Bedürfnisprüfung für den Besitz der Sportwaffen soll künftig mindestens alle drei Jahre erfolgen und an die Wahrnehmung regelmäßiger Schießtermine geknüpft sein. Wer also aus familiären oder beruflichen Gründen sein Hobby zeitweise etwas zurückstellen möchte, würde dann gefahrlaufen, dass ihm der Besitz seines teuren Sportgeräts untersagt wird – von den anfallenden regelmäßigen Verwaltungskosten ganz zu schweigen.
Für große Unruhe bei den aktiven Schützen sorgen derzeit auch kürzlich veröffentlichte Pläne des Württembergischen Schützenverbandes (WSV), die Verbandsstruktur zu ändern und dabei Schützenkreise und Schützenbezirke aufzulösen und in Regionen aufzuteilen. Diese „fertigen“ Pläne werden im Laufe des Jahres den Mitgliedern vorgestellt und dann soll darüber abgestimmt werden. Zwar wird betont, es sei noch nichts entschieden, dennoch sollen im Schützenkreis Böblingen durch den Landessportleiter im Hinblick auf die Änderungen bereits Fakten geschaffen worden sein. Wettkampf- und Ligastruktur sollen beibehalten werden, so eine Aussage, doch genau daran stoßen sich viele aktiven Schützen, weil diese Strukturen in der Vergangenheit immer mehr auf den Spitzensportler hin ausgerichtet wurden. Für die Nachwuchsgewinnung hat der Schießsport damit mehr und mehr an Attraktivität verloren. Eigentlich sollten daher gerade diese Strukturen einer Prüfung unterzogen werden, bevor langjährig gewachsene Verbandsstrukturen zerschlagen werden. Viele Mitglieder in den Vereinen stören sich verständlicherweise auch daran, dass die nun veröffentlichten Pläne in 3-jähriger Gremienarbeit entwickelt wurden, ohne dass ein Informationsaustausch oder eine umfassende Beteiligung der Basis erfolgt ist.
Nach den weiteren Berichten der Funktionsträger und einem positiven Kassenbericht richtete BM Michael Hillert sein Grußwort an die Versammlung und nahm die Entlastung vor. Bei den nachfolgenden turnusmäßigen Wahlen der Gruppe 1 stellten sich alle Funktionäre erneut zur Wahl und wurden einstimmig gewählt.
Aus der Gruppe 2 gab der stv. OSM, Manfred Müller, sein Amt vorzeitig ab. Für ihn wurde Karl Götz nachgewählt und Viktoria Ferenc übernahm von ihm das Amt der Schriftführerin. Jens Wahl wurde zum Beisitzer gewählt.
Zum Abschluss konnte OSM Anton Jäger langjährige Mitglieder ehren:
Für 10 Jahre: Martin Beck
Für 25 Jahre: Eberhard Heinkel, Andreas Jäger, Daniela Jäger, Gisela Jäger, Thomas Jäger
Für 40 Jahre: Peter Bergmann, Reiner Hiller, Frank Rauscher, Stephan Sautter, Beate Steinert, Alexander Schult, Hans Weichler,
Für 50 Jahre: Karl-Heinz Schurr, Gerhard Wolgram
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Redakteur / Urheber
Anton Jäger

  • 23.09.2019
  • 01:29 Uhr