Geschichte1089 erstmals erwähnt

Dort, wo das heutige Dettingen an der Erms liegt, müssen sich schon vor vielen tausend Jahren Menschen angesiedelt haben, davon zeugen zumindest spärliche Funde im Boden. Der volksmäßige Grundstock des Landes sind ab 260 nach Christus Keltoromanen und Alemannen sowie all jene Menschen, die in den seither vergangenen etwa 1750 Jahren hinzugekommen und sesshaft geworden sind.

Woher der Ortsname Dettingen an der Erms stammt, ist nicht durch genaue Erkenntnisse gesichert. Einerseits besagt die geläufige, wissenschaftliche Ansicht, es handle sich bei den Eigennamen um Ableitungen der Siedlungsgründer. Auf "Dettingen" bezogen käme der Name "Tato" als Namensgeber in Frage. Andererseits könnte es sein, dass der Ortsname nicht von einem Personennamen herzuleiten ist, sondern von einer wichtigen, früheren Bedeutung als Gerichtsart. Eine Gerichtsart, die wir heute als Zivilgerichtsbarkeit bezeichnen, nannte man früher Taiding. Das könnte zum Ortsnamen geworden sein. Die ältesten Teile Dettingen an der Erms zeichnen sich noch jetzt im Straßennetz ab: Neben der Schneckenhofengasse umfasst es den Raum zwischen Altem Rathaus, Hülbener Straße, Badstubengasse und Neuffener Straße - ein Viertelkreis, an dessen Mittelpunkt oder Spitze der Anger und das Kirchenareal liegen. Diese Tatsache gibt dem "Bürgerhaus am Anger", welches direkt neben der Kirche am Marktplatz liegt, seinen Namen.

  • 23.07.2019
  • 15:15 Uhr