Geschichte19. und 20. Jahrhundert

Erst im 19. Jahrhundert hatte sich im Ort die Bevölkerungszahl und Wirtschaft einigermaßen erholt - ehe der Beginn der Industrialisierung, wetterbedingte Missernten und die Bevölkerungsexplosion zu großen Problemen führten. Diese Gründe und separatistische Glaubensströmungen führten zu Auswanderungen vieler Dettinger nach Südrussland und den USA. Gegen Ende des Jahrhunderts bahnte sich durch die erste Wagenfabrik, die Papierfabrik und die erste Weberei der Vettern Eisenlohr ein grundlegender wirtschaftlicher Wandel an.

Im 20. Jahrhundert sorgte die zweite Industrialisierungswelle durch Einführung des elektrischen Stroms für wirtschaftlichen Wohlstand. Getrübt wurde diese Zeit durch das Dritte Reich und den 2. Weltkrieg. Wesentliche Zerstörungen durch Kriegshandlungen gab es keine. Verluste von lieben Verwandten und Freunden sowie große Not und unermessliches Leid wurden von der irrsinnigen Ideologie des Nationalsozialismus geprägt.

Ortsansicht Dettingen von 1964 Ortsansicht von Dettingen an der Erms 1964

Nach 1960 wurden die Ansiedlung vieler Industriegebiete zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen und Dettingen an der Erms entwickelte sich von dem Auspendler - zur Einpendlergemeinde mit stetig wachsenden Einwohnerzahlen. Dettingen an der Erms vergrößerte sich, Wohnraum musste geschaffen werden.

Am Ende des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Produktions- zur Dienstleistungsgeselltschaft. Infolge dessen war die in den neunziger Jahren gestartete Ortskernsanierung eine zukunftsweisende Entscheidung. Der ständig wachsende Verkehrsfluss wurde aus dem Ortskern verbannt und binnen weniger Jahre erhöhte sich dadurch die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte um mehr als
40 %. Die geschaffenen Plätze und die Orte bieten darüber hinaus viele Möglichkeiten für Märkte, Feste und Veranstaltungen.

  • 23.07.2019
  • 15:14 Uhr