Lammbrunnen Marktplatz

Geschichte

1089 erstmals urkundlich erwähnt

An die­ser Stel­le, wo das heu­ti­ge Det­tin­gen an der Erms liegt, müs­sen sich schon vor vie­len tau­send Jah­ren Men­schen an­ge­sie­delt haben, davon zeu­gen zu­min­dest spär­li­che Funde im Boden.

Aus­führ­li­che In­for­ma­ti­onen zu der Ge­schich­te Det­tin­gens fin­den Sie in un­se­rer Mediathek!
Kli­cken Sie ein­fach mal rein und stö­bern Sie! Zeit­zeu­gen kom­men zu Wort, die erste ur­kund­li­che Er­wäh­nung wird ge­schil­dert, aber auch ak­tu­el­le­re Er­eig­nis­se, wie das Hoch­was­ser im Jahr 2016 sind dort zu fin­den!


Ein paar ge­schicht­li­che Eck­da­ten haben wir nach­fol­gend für Sie zu­sam­men­ge­stellt:

Im Jahr 1089 wird  Det­tin­gen an der Erms erst­mals schrift­lich ge­nannt und zwar im Bempf­lin­ger Ver­trag, einem Erb­schafts­ver­trag ver­wand­ter Ade­li­ger. Die äl­tes­ten Teile von Det­tin­gen um­fas­sen  den Be­reich um das alte Rat­haus, die Kir­che sowie das heu­ti­ge Bür­ger­haus am Anger. Zu den äl­tes­ten Stra­ßen ge­hö­ren Teile der Hül­be­ner Stra­ße, Bad­stu­ben­gas­se, Neuffe­ner Stra­ße und Schne­cken­ho­fen­gas­se. An­sons­ten sind in den fol­gen­den Jahr­hun­der­ten nur we­ni­ge Daten über­lie­fert:

Jahr Ereignis
1377 Bei einem berüchtigten Raubzug der Reutlinger wurden in Dettingen Strohdächer
angezündet. Die sich dagegen wehrenden Männer wurden erschlagen.
1482 Graf Eberhard im Bart errichtete ein Stift der Brüder vom gemeinsamen Leben, das
heutige Schlössle.
1534 Einrichtung der Schule
1634 Im 30 jährigen Krieg erfolgte eine blutige Zerstörung wie seitdem nie wieder.
1575 Die interessante Persönlichkeit und angesehene Grafentochter Susanna von Grafeneck (verheiratete Zillenhart) zieht in das Schlössle ein.
1801 Beginn der Industrialisierung mit der Wagenfabrik Daumüller, gefolgt von der
Papierfabrik zum Bruderhaus im Jahre 1861 sowie der Weberei Eisenlohr im Jahre 1965.
1817 Viele Dettinger wandern aus nach Nordamerika und Russland, allein in diesem Jahr
waren es 87 Personen.


In der Ober­amts­be­schrei­bung Urach, wel­che im Jahr 1831 er­schien, wird Det­tin­gen wie folgt be­schrie­ben:

"Dettingen ist eines der größten und ansehnlichsten Dörfer des Königreichs. Es hat eine sehr angenehme Lage in dem fruchtbaren Ermsthale, worin hier noch Wein und Obst im Überfluß erzeugt wird. Der Ort hat ein s. g. Schlößchen – das Degenfeldische Haus – 1 Kirche, 1 Rathhaus, 2 Schulen, eine Knaben- und eine Mädchenschule mit zwey Schulhäusern – 4 Schildwirthschaften, 3 Mahlmühlen, 1 Öhlmühle, eine rühmlich bekannte Wagen-Fabrik mit 1 Eisenhammer, einer Säge- und 1 Schleifmühle; 1 Ziegelhütte, und jährlich zwey Vieh- und Krämermärkte…. Die Einwohner sind äußerst thätig und fleißig, aber der größere Theil ist arm."


Das Wappen

Das Det­tin­ger Orts­wap­pen ist in sei­ner heu­ti­gen Form erst­mals aus dem 17. Jahr­hun­dert über­lie­fert. Es zeigt auf rotem Un­ter­grund einen pfahl­weis ge­stell­ten, gol­de­nen Dop­pel­ha­ken, dazu links und rechts je einen sechs­ecki­gen gol­de­nen Stern. Der Dop­pel­ha­ken stellt ein Werk­zeug dar, das zu frü­he­ren Zei­ten zum Holz­rü­cken be­nutzt wurde.

 Dettinger Wappen


Der Bantelhannes

Der Ban­tel­han­nes ist eine Brun­nen­fi­gur auf dem Det­tin­ger Lamm­brun­nen. Ei­gent­lich wird ein Land­knecht
dar­ge­stellt, der in der Be­völ­ke­rung den Namen Ban­tel­han­nes er­hielt. Die­ser geht auf den einst in Det­tin­gen an
der Erms an­säs­si­gen "Pan­tel­hans" zu­rück, der wäh­rend des vom Armen Kon­rad aus­ge­führ­ten Bau­ern­auf­ruhrs
um 1514 eine Rolle ge­spielt hat.

Bantelhanndes